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Dekanatswechsel wurde vollzogen

Bissingen (HER).

Seit dem 1. Juli diesen Jahres gehört die evangelische Kirchengemeinde Unterringingen nicht mehr wie bisher dem Dekanat Donauwörth an, sondern zum Dekanat Nördlingen. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit Abendmahlsfeier in der St. Laurentiuskirche wurde dieser Schritt nun im Beisein der Öffentlichkeit festlich vollzogen.

Pfarrer Walter Huber, der seit September 2004 jeweils eine halbe Pfarrstelle in Aufhausen und in Unterringingen innehatte, übte seinen Dienst bisher im Spagat nicht nur zwischen zwei ehemals selbstständigen Pfarreien, sondern auch zwischen zwei Dekanaten aus. Während die im Donau-Ries-Kreis gelegenen Kirchengemeinden Aufhausen und Forheim immer schon zum Dekanat Nördlingen gehörten, war die politisch im Landkreis Dillingen und in der Marktgemeinde Bissingen beheimatete Kirchengemeinde Unterringingen Teil des Dekanats Donauwörth. Dies bedeutete, so Pfarrer Walter Huber, einen nicht unerheblichen zusätzlichen organisatorischen Verwaltungsaufwand: "Viele Arbeiten mussten doppelt getan werden. Oft brauchten wir zwei verschiedene Ansprechpartner."

Gemeinde bleibt selbstständig

Dazu kommt, dass die meisten Bewohner der oberen Kesseltalgemeinden bei allen Dingen des täglichen Bedarfs seit jeher in Richtung Nördlingen orientiert waren. Dass die bis zum Weggang von Pfarrer Reinhold Hertle im Jahr 2003 eigenständige Pfarrei Unterringingen als Kirchengemeinde eigenständig bleiben wird, betont Pfarrer Huber ausdrücklich. Schon zu Zeiten seines Vorgängers war Unterringingen allerdings nur eine halbe Pfarrstelle. So diskutierte der Vorstand der Kirchengemeinde bereits kurz nach dem Pfarrerwechsel im Herbst 2004 und dem damals erfolgten Zusammenschluss der Pfarrei mit Aufhausen und Forheim über einen Dekanatswechsel von Donauwörth nach Nördlingen. Ein Jahr später wurde schließlich in Unterringingen eine Gemeindeversammlung einberufen, bei der der Donauwörther Dekan Reinhard Freund zugegen war. In dieser Versammlung sprachen sich alle einmütig für die zukünftige Zugehörigkeit zu Nördlingen aus.

Der Donauwörther Dekanatsausschuss, so Pfarrer Huber, verhielt sich nach dieser Weichenstellung äußerst fair und kooperativ und stimmte dem Wechsel zu. Nachdem auch der Dekanatsausschuss in Nördlingen den Wechsel befürwortete, leitete Regionalbischof Ernst Öffner dieses Anliegen weiter an den evangelisch-lutherischen Landeskirchenrat in München. Von dort kam im Frühjahr diesen Jahres der Bescheid, dass die Kirchengemeinde Unterringingen mit Wirkung zum 1. Juli aus dem Dekanat Donauwörth ausgegliedert und in das Dekanat Nördlingen eingefügt werde. Gleichzeitig bilden die drei Kirchengemeinden Forheim, Aufhausen und Unterringingen ab diesem Zeitpunkt die Pfarrei Aufhausen mit nunmehr einer ganzen Pfarrstelle.

Bedeutsame Entscheidung

Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung für diese drei Pfarrgemeinden, weil in den kommenden Jahren eine ganze Reihe von Pfarrstellen eingespart werden und in Zeiten des Pfarrermangels und knapper Finanzen nicht mehr besetzt werden. "Die Fusionierung zu einer für den ländlichen Raum sehr ansehnlichen Pfarrei mit rund 1200 evangelischen Gläubigen in 17 Orten, von Unterliezheim bis Forheim, stellt eine Weichenstellung für die Zukunft dar und lässt diese Pfarrstelle nach dem momentanen Stand der Dinge als gesichert erscheinen", erläutert Walter Huber und ergänzt seine Eindrücke nach zwei Jahren als Seelsorger im oberen Kesseltal: "Das Gefüge dieser drei Pfarreien hier oben, das passt schon zusammen. Die Beziehungen untereinander werden durch zahlreiche Aktivitäten gefestigt und vertieft."

Die Gemeindemitglieder der neuen Pfarrei Aufhausen waren nun zu einem Festgottesdienst in der Unterringinger Laurentiuskirche eingeladen. Dieser wurde musikalisch vom Posaunenchor Unterringingen unter Leitung von Friedrich Hager, vom Kirchenchor, geleitet von Peter Eichert und von Organistin Susanne Niedermeier würdig umrahmt und war trotz des sommerlichen Wetters sehr gut besucht. Auch Dekan Gerhard Wolfermann freute sich über die Zuversicht und den Blick nach vorne, den die Kirchengemeinden gemeinsam ausstrahlen. Er mahnte, die neuen Strukturen zu nutzen und den Menschen in der Kirche eine Heimat zu bieten. Dass gerade Unterringingen hier einiges zu bieten hat, bewies die musikalische Qualität des Festgottesdienstes, was auch Dekan Gerhard Wolfermann aufmerksam zur Kenntnis nahm.

http://www.donau-zeitung.de/    DZ vom 19.09.2006

 

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